Noch schnell

 

Muss nur noch schnell die Zeitung querlesen,

die Post überfliegen, die Rechnungen zahlen und die Wäsche in die Maschine werfen.

 

Muss nur noch schnell unter die Dusche hüpfen, ein paar Mails beantworten,

Termine verschieben und durch die Wohnung staubsaugen.

 

Muss nur noch schnell die Nägel schneiden, die Blumen wässern, das Nachtessen einkaufen,

dem Nachbarn winken und den Anruf wegdrücken.

 

Muss nur noch schnell Geburtstagsgrüsse hinkritzeln, den Wasserhahn reparieren, den Zug erwischen,

die Sitzungsunterlagen lesen und etwas essen.

 

Muss nur noch schnell den Kindern tschüss sagen, die Ferien buchen,

das Wochenende verplanen und neue Socken kaufen.

 

Muss nur noch schnell den Grill anwerfen, den Schlüssel hinterlegen,

nichts vergessen und alles im Griff haben.

 

Und dann?

 

Brech ich zusammen? Geniess ich das Nichtstun? Les ich ein Buch? Dreh ich durch?

Wandere ich aus? Erkenn ich mich selbst nicht mehr? Fahre ich runter?

Komme ich an? Leg ich mich hin?

Renne ich weiter?

 

Warum diese Hetze, das Noch, das einem jagt?

Muss ich wirklich? Will ich das?

Wozu denn eigentlich?



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