Erfroren

 

Es wächst und spriesst und blendet prall aus tausend Blütenkelchen,

die farbig, neu und jung aus ihrer Hülle quellen

Frühling, wo Dein Auge hinblickt

 

In Dir jedoch stürzt ungefragt die Welt zusammen,

friert jede Regung ein, rasanter Fall in Eiseskälte, schwer der Atem und das Herz

Winter, wo die Seele wandert

 

So viel Freude eben noch, ein Schweben der Glückseligkeit, Gedankenschlösser, Träumereien,

wie ist das Leben hoffnungsvoll

 

Dann fort der Puls, kein Schlagen mehr, im Keim erstickt das neue Leben, verwelkt eh‘ sich die Knospe bildet,

wie ist der Tod doch unerbittlich

 

Lachen, Licht und Sonnenflimmern

Grün und Blau und Orangerot

Vergnügte Wonne um Dich her

 

Trauer, Dunkel, Nächtewimmern

Schwarz und Weiss und blinde Flecken

Gelähmte Starre in Dir drin

 

Alles ist möglich

 

In Dir geschieht nichts mehr

nichts

nichts

 

 

und eines Tages

geht auch für Dich die Sonne wieder auf

 

und wenn Du unmöglich daran glauben kannst,

so will ich es für Dich tun



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