Die Kraft der Ruhe

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Ruhe liegt die Kraft

Sie ist gebettet in federleichten Wind

ruht auf einem Bett aus Schneekristallen

tanzt unter Wurzeln einen Winterwalzer

und lässt sich nur fassen, wenn man zur Erholung fähig ist

 

Erholung meint Heimkommen

Einkehren in die Wärme eines gemachten Nestes

Eintauchen in den Klang der eigenen vier Wände,

der eigenen Melodie,

die nur zu hören ist, wenn man den Lärm der Welt vor der Türe lässt

 

Melodie ist Musik

aus Noten geformt, die wir sammeln in unserm Leben,

die sich zusammenfügen zu unserm persönlichen Lied,

einem Lied,

das nur dichten kann, wer sich selber kennt

 

Unser Selbst ist die Wurzel

jenes Baumes,

zu dem wir wachsen jahrein, jahraus,

der Form erhält und Früchte trägt,

die pflücken darf, wen wir teilhaben haben lassen an unserm Sein

 

Sein und Werden

sind Zwillinge, die sich bedingen

Während sich der eine ausruht, spendet er dem andern jene Energie,

die alleine fähig ist, einen über sich selbst hinaus wachsen zu lassen

 

So ist Energie eine stille Grösse,

die leise den Himmel erobern kann,

wenn man sie den lässt.



2 Gedanken zu „Die Kraft der Ruhe“

  1. Brigitte Grabbe sagt:

    Liebe Mäni, dein Schreibstil und deine Texte sprechen mich sehr an. In der Ruhe liegt die Kraft gibt mir schon beim Lesen Kraft.Die Metapher von den Zwillingen ist so poetisch.Ich bin begeistert und gratuliere dir zu deiner Begabung.Hezliche Grüsse,deine Freundin Brigitte

    1. Manuela Gebert sagt:

      Liebe Brigitte
      Danke für Deine ermutigenden Worte. Es ist ja so, dass ich mich einfach mal hinausgewagt habe und mich natürlich freue, wenn meine Gedanken ankommen und sogar gefallen… Bis bald und herzliche Grüsse zurück, Mäni

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